Thomas Blüm – über mich

Thomas Blüm. Erst „unipräsent“ dann omnipräsent.
Von den Anfängen 1996 bis zum Platzen der Dotcom-Blase

Hallo, hier schreibt Thomas Blüm. Hier erfahren Sie ein wenig über mich und meine Aktivitäten rund ums Internet.

Zu der Zeit, als ich mit dem Internet anfing, gab es Google noch nicht. Die ersten Such­maschinen hießen AltaVista und HotBot. Die Telekom setzte noch auf BTX und Datex-P und deutsche Hoster wie Strato & Co gab es natürlich auch noch nicht. Compuserve und AOL waren die ersten Ansätze.

Die ersten Webseiten habe ich ab 1996 geschrieben. Ich hab mir den Quelltext der wenigen vorhandenen Seiten angeschaut und mir auto­didaktisch alles angeeignet. Meinen ersten Webspace musste ich irgendwo in Florida, anmieten und mit einem 2400er-Modem befüllen. Internetprovider? Fehlanzeige! Private Mailbox-Betreiber wie Felix Höger (Netzwerkdienste Höger, später Pironet NDH) haben 1995 die ersten bezahlbaren Internetzugänge für Privatanwender angeboten. In Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis gab es vielleicht eine Hand voll Menschen, die eine eigene Internetseite hatten, meine gehörte dazu. Heute ist Felix übrigens in Vorständen und Aufsichtsräten von IT-Konzernen unterwegs.

Seit 1997 bis zum Verkauf, ungefähr 2008, war ich Entwickler, Betreiber und Herausgeber von www.godesberg.net. Das Online-Magazin wurde Jahre lang nur in HTML mit einem Texteditor geschrieben und nach einem Relaunch im April 2004 auf das Content Management System (CMS) Mambo migriert. Dabei habe ich erste Bekanntschaft mit PHP und der Datenbank mySQL gemacht.

Screenshot von http://www.godesberg.net vom 28.04.2004. Das auf dem Content Management System Mambo basierende Online-Magazin von Thomas Blüm war sogar unter der ISSN 1612-3638 als Zeitschrift bei der Deutschen Nationalbibliothek geführt. Ein früher Vorläufer der heutigen Blogs, der bis 2004 rein in HTML geschrieben wurde. Die Seite war von 1997 bis 2008 in Betrieb und konnte in deutscher und englischer Sprache abgerufen werden. Quelle: Archiv Thomas Blüm, Bonn
Screenshot von http://www.godesberg.net vom 28.04.2004. Das auf dem Content Management System Mambo basierende Online-Magazin von Thomas Blüm war sogar unter der ISSN 1612-3638 als Zeitschrift bei der Deutschen Nationalbibliothek geführt. Ein früher Vorläufer der heutigen Blogs, der bis 2004 rein in HTML geschrieben wurde. Die Seite war von 1997 bis 2008 in Betrieb und konnte in deutscher und englischer Sprache abgerufen werden. Quelle: Archiv Thomas Blüm, Bonn

Mit www.godesberg.net war ich, mit Unterstützung von Eckhard Liessem und dem Verein City-Marketing Bad Godesberg (nach der Verschmelzung mit der Werbegemeinschaft Bad Godesberg heute als Bad Godesberg Stadtmarketing e.V.), um das Jahr 1999 auch auf einem Gemeinschaftsstand auf der Bad Godesberger Leistungsshow GODEMA vertreten. Günter Blatzheim, auf dessen Servern www.godesberg.net inzwischen gehostet wurde, hatte kurzfristig den ISDN-Anschluss mit Kanalbündelung organisiert. Lustige Anekdote am Rande: der damalige Bad Godesberger City-Manager Guido Holzemer, der auch auf dem Stand vertreten war, stellte sich als der beste Freund meines Vetters Christian heraus. Kleine Welt, auch ohne Facebook.

Parallel dazu habe ich, zusammen mit Ralf Petrick, Inhaber von Elektro Stuch, verschiedene Projekte wie Bonn-virtuell gestartet. Mit den technischen Mitteln, die uns zu dieser Zeit zur Verfügung standen – Megapixelkameras kosteten annähernd den Gegenwert eines Kleinwagens – hatten wir, wenn auch in kleinem Maßstab, einen Vorläufer von Google Streetview geschaffen. Ganz nebenbei hatte ich in der Zeit noch einen kleinen Auftritt beim WDR ComputerClub und Artikel für technische Fachzeitschriften geschrieben.

Rechtzeitig vor dem Platzen der Dotcom-Blase hatte ich mich allerdings von allen Internet-Aktivitäten und Webseiten getrennt und mich neuen Themen gewidmet.

Nicht immer waren meine Entscheidungen oder Voraussagen zum Thema Internet richtig. So habe ich mich in der Anfangszeit des Internets und zu Beginn des Mobilfunkbooms in Deutschland vom Kauf der Domäne Handy.de abhalten lassen. Der Schätzwert dafür liegt heute bei 30.000 EUR. Auch der bekannte Bonner Journalist, Botschaftsführer und Buchautor Michael Wenzel wird grinsen, wenn er sich an mich erinnert. Er fragte mich was ich vom Thema Blogging halte. Für mich war das damals ein Kurzzeitphänomen, welches echtem Journalismus niemals das Wasser reichen könne. Heute laufen weit über zwanzig Prozent aller Webseiten weltweit(!) auf dem Blogging System WordPress.

Zwischendurch „mal was“ und seit 2016:
Thomas Blüm ist wieder voll dabei

Ich hatte nun schon mehrere Jahre lang keine aufwendigeren Webseiten mehr gemacht. Zuletzt um 2011 mal kleinere Seiten für Freunde. Als sich dann Anfang 2016 eine Bekannte selbstständig gemacht hat und der für das Internet vorgesehene Mensch nicht „aus dem Quark kam“, hab ich kurzfristig meine Hilfe angeboten. Eigentlich wollte ich ja nur die Domäne für Sie reservieren. Eventuell schnell noch eine simple Visitenkarte für den Start einrichten. Schließlich war bereits jemand Anderes für die Erstellung der Webseite vorgesehen, der sich um Alles kümmern wollte. Bei der Recherche nach einigen HTML-Optionen habe ich allerdings öfter lesen müssen „Diese Anweisung ist obsolet und wurde durch… ersetzt,“ so das ich mich entschieden habe nach einer besseren Lösung zu suchen.

Thomas Blüm 2016
Thomas Blüm 2016, als Supporter für einen Freund während des KÖLNPFAD-Ultralaufs (172 Km)

Der Server, den ich in meinem Büro betreibe, bietet unter Anderem verschiedene CMS-Pakete zur Installation und zum Ausprobieren. Ich hab mich dann sehr schnell für WordPress entschieden und mich innerhalb weniger Tage in das System eingearbeitet. Da kein Konzept und keine Texte Vorlagen – das einzige war der Firmenname als Schriftzug – hat es natürlich etwas länger gedauert.  Am Ende stammten etwa 80 Prozent des Textes von mir. Auf dem Ergebnis aufbauend habe ich dann auch noch die Geschäftskarten, Geschäftspapiere, Werbebanner und Flyer entworfen, quasi ein Komplettpaket für ein StartUp. Dabei hab ich auch Techniken aus dem sogenannten „Guerilla Marketing“ entdeckt und erfolgreich angewandt. Eines der Banner hängt tatsächlich immer noch in der Nähe der Brunnenallee. Wenn es auf das Thema Werbung kommt höre ich oft „Das Banner kenn ich, das ist von Thomas Blüm??“ – Bannerwerbung wirkt!

Dieses „Komplettpaket“ ist jedenfalls so gut angekommen, dass ich immer wieder gefragt wurde, ob ich mich nicht wieder selbstständig machen wolle. Oder ob man mich weiterempfehlen dürfe.

Tja, und jetzt bin ich wieder hier. Als Webdesigner, Fotograf, Social Media-Manager, StartUp-Consultant und vieles mehr!