Speicherplatz für Kunden-Backups

Symbolbild Rechenzentrum. Hier werden Backups von Kunden gespeichert.
Symbolbild Rechenzentrum

Seit heute Nacht bekommen Kunden von TB Web & Consulting mit Wartungsvertrag jeweils bis zu 1 GB Platz für Backups der WordPress-Installation. Die Backups werden DS-GVO konform, automatisch und verschlüsselt vom Kundenserver zum TelemaxX-Rechenzentrum in Karlsruhe übertragen. Dort steht die Technik meines Dienstleisters WebhostOne, bei dem ich entsprechende Kapazitäten angemietet habe.

Grundsatz der Datenintegrität erfüllt

Mit dieser Maßnahme wird der DS-GVO Grundsatz der Datenintegrität (Schutz der Daten vor unbeabsichtigtem Verlust, unbeabsichtigter Zerstörung oder unbeabsichtigter Schädigung) weitergehend erfüllt als bisher.

 

WordPress 4.9.6 – das DS-GVO Release

WordPress 4.9.6
WordPress 4.9.6
Die Version 4.9.6 von WordPress ist jetzt verfügbar und kann installiert werden. Das Wartungs- und Privacy-Release passt WordPress an die Anforderungen der EU DS-GVO an und enthält 37 Verbesserungen und 51 Bug fixes.
Unter anderem werden jetzt die Anforderung an Datenlöschung und Datenübertragbarkeit erfüllt.  Die entsprechenden Punkte finden sich im Dashboard unter „Werkzeuge.“
 

Bis zum 25. Mai installieren!

Bei meinem Kunden mit Wartungsvertrag installiere ich das Update. Verstöße gegen die DS-GVO können teuer werden, darum sollten auch Sie als WordPress-Nutzer dieses Update bis zum 25. Mai installieren!
 
Alle Infos zu 4.9.6 (Englisch): https://codex.wordpress.org/Version_4.9.6

Verstöße gegen DS-GVO wettbewerbswidrig?

Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit. Foto: Pixel2013, Lizenz: CC0 1.0
Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit. Foto: Pixel2013, Lizenz: CC0 1.0

Bevor ich auf die Frage eingehe, ob Verstöße gegen die DS-GVO wettbewerbswidrig sind, noch der Hinweis in eigener Sache, dass ich kein Rechtsanwalt bin und in keinem juristischen Beruf arbeite. Der Beitrag stellt also keine Rechtsberatung dar, sondern ist ein Hinweis auf vorhandene Texte von Rechtsanwälten. Wer konkrete Rechtsberatung benötigt sollte einen entsprechenden Rechtsanwalt konsultieren.

Die Ausgangssituation

Einige Gerichte vertreten in ihrer Rechtsprechung derzeit die Ansicht, daß Verstöße gegen einzelne datenschutzrechtliche Vorschriften (zum Beispiel des BDSG und bald DS-GVO) wettbewerbsrechtlich relevant seien und abgemahnt werden können. Dies wird auch vom Datenschutzexperten der Grünen, Jan Philipp Albrecht, öffentlich vertreten.

Andere Sicht der führenden Wettbewerbsrechtler

in einem Beitrag der Löffel Abrar Rechtsanwälte PartG mbB wird jedoch auf einen Standardkommentar zum UWG von Prof. Dr. Helmut Köhler, einem der bekanntesten Wettbewerbsrechtler verwiesen. Nämlich das die DS-GVO abschließende Regelungen enthält, wodurch nicht alle Verstöße nach § 3a UWG verfolgt werden können. Pikanterweise gehört Köhlers Mitkommentator Jörn Feddersen zum zuständigen Zivilsenat des BGH, der solche offenen Fragen letztendlich klären bzw. an den EUGH weiterleiten wird.

Recht kostet viel Zeit und Geld

Meiner Meinung nach wird es viel Zeit und Geld kosten, am Ende Recht zu bekommen. Der Weg zum BGH ist lang. Aber vielleicht kann der Hinweis auf den Artikel und den Kommentar zum UWG in einigen Fällen helfen, Ansprüche von Abmahnern abzuwehren. Gegebenenfalls kann auch den eigenen Anwalt auf den Artikel hinweisen, manchmal gibt es da doch Wissenslücken 😉

Zum vollständigen Beitrag von Löffel Abrar geht es hier: Link

 

 

DS-GVO: Jemand hat Merkel aufgeweckt

Irgendjemand hat Frau Merkel geweckt und ihr gesagt man solle Artikel 85 der DS-GVO endlich ziehen und sinnvolle Ausnahmeregelungen schaffen. Zum Beispiel die oft geforderten Freiheiten für Fotografen und Journalisten – immerhin schon zwei Wochen vor Inkrafttreten.  

Fotografieren illegal?!

Zur Erinnerung: auch Fotografien sind Daten und entsprechend hat jeder Fotografierte Rechte nach dem Datenschutz über die er auch aufgeklärt und damit einverstanden sein muss. Ein Umstand, der das Fotografieren im öffentlichen Raum und bei frei zugänglichen Veranstaltungen quasi illegal macht.
Ob die „berechtigten Interessen“ des Fotografen höher wiegen, als die Rechte der Fotografierten werden im Einzelfall die Gerichte entscheiden müssen.

Untätigkeit der Bundesregierung

Andere EU-Länder haben schon längst entsprechende Öffnungsklauseln eingerichtet, denn genau dafür ist Artikel 85 der EU Datenschutz-Grundverordnung eigentlich gedacht. 
 

EU DSVGO für Webworker

WordPress-Spezialist und Rechtsanwalt Udo Meisen beim 13 WordPress Meetup Bonn zum Thema EU Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) für Webworker.
WordPress-Spezialist und Rechtsanwalt Udo Meisen beim 13 WordPress Meetup Bonn zum Thema EU Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) für Webworker.

Am 4. April 2018 hielt der Bonner Anwalt und WordPress-Spezialist Udo Meisen einen Vortrag zum Thema EU DSGVO für Webworker. Der Vortrag fand bei CoWorking Bonn (Danke Ralph!) im Rahmen des monatlichen Bonner WordPress-Meetup statt.

Disclaimer

Den ganzen Vortrag von Udo kann ich an dieser Stelle nicht wiedergeben, aber einige wichtige Punkte  gebe ich hier wieder.

Vorab: Dieser Beitrag stellt keine Rechtsberatung dar! Ich übe keinen Rechtsberuf aus und kann und darf keine Rechtsberatung leisten. Wer mehr wissen will kann einen Fachanwalt befragen oder unter Wissensschmiede.online ein etwa sechsstündiges, ausführliches Seminar zu dem Thema buchen.

EU DSGVO betrifft nicht nur elektronische Daten und nicht nur Europäer

Eine Wichtige Änderung: Das deutsche BDSG befasste sich bisher nur mit der elektronischen Datenverarbeitung. Die EU DSGVO deckt nun jede Art der Datenverarbeitung ab. Auch der „Notizblock neben dem Telefon,“ so Udo.

Auch der Wirkungsraum wurde ausgedehnt: die EU DSGVO gilt für alle europäischen Unternehmen und für alle Unternehmen weltweit, die mit EU-Bürgern zu tun haben.

Fotografen brauchen Einverständniserklärung zur Datenverarbeitung

Gleich zu Beginn dann der Oberhammer, der alle Fotografen mit einer Fotografenwebseite betrifft: Bisher genügte der branchenübliche Model-Release-Vertrag. Mit der EU DSGVO benötigt der Fotograf nun zusätzlich (und auch rückwirkend für alte Fotos!) eine Einverständniserklärung zur Datenverarbeitung durch das Model.

Damit nicht genug: Das Model darf die Einverständniserklärung jederzeit zurückziehen! Das gilt natürlich nicht nur für Models, sondern für alle Betroffene von Datenverarbeitung.

Wenn man das mal extrem weiterspinnt gibt es bald keinen Film mehr der in der EU gedreht oder gezeigt wird: Wenn ein Komparse seine Einwilligung zurückzieht muss er eigentlich herausgeschnitten werden. Hat ein Hauptdarsteller mal keinen Bock mehr… uiuiuiuiui!

Vertrag zur Auftrags(daten)verarbeitung

Webworker, die an Kundendaten gelangen können, zum Beispiel im Rahmen von Webseitenwartung oder Facebook-Betreuung, zählen zu Auftragsdatenverarbeitern. Deren Kunden müssen mit Ihnen einen Vertrag zur Auftrags(daten)verarbeitung abschließen.

Bisherige ADV-Verträge, beispielsweise mit Google, Webhostern oder Newsletterdiensten, müssen jeweils neu abgeschlossen werden, da die EU DSGVO ausführlichere Angaben verlangt.

Webfonts/Google-Fonts

Das nächste Thema dürfte wieder 99% aller WordPress-Nutzer treffen: Webfonts, die durch Webseiten von externen Servern automatisch heruntergeladen werden fallen ebenfalls unter die EU DSGVO, da hier IP-Adressen und andere Informationen der Nutzer übertragen werden. Dementsprechend müsste der Nutzer sich vorher aktiv („Opt-in“) einverstanden erklären.

Eine einfache, für jeden WordPress Betreiber praktikable Lösung ist derzeit immer noch nicht in Sicht. Von Google ist keine Unterstützung zu erwarten, da man sich hier nicht von der DSGVO betroffen fühlt. Auch bei vielen, vorwiegend US amerikanischen WordPress Core-Entwicklern hat man teilweise wenig Verständnis für „europäische Probleme.“ America First ist ein übles Gift…

Datenschutz-Generatoren

Im Zusammenhang mit Google Webfonts kam Udo auch auf die, teils kostenpflichtigen, Generatoren für Datenschutzerklärungen zu sprechen. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, da diese Generatoren einen Großteil der Fälle abdecken. Udo selbst bietet den Teilnehmern seines Vortrags eine kostenfreie Alternative.

Bei den Generatoren im Internet wird bei zumindest einem Anbieter (Ja, der dessen Agenturpartner ich bin) ein Passus verwendet, wonach es ein „berechtigtes Interesse“ zur Nutzung von  Google Webfonts gibt. Das legalisiert nach Art 6 Abs.1 lit.f DSGVO deren Einsatz. Dieses Interesse, nämlich die „einheitliche und ansprechende Darstellung des online Angebotes“ sieht Udo bedenklich, da es DSVGO-konforme Alternativen gibt. „Immerhin,“ so sagt er, „wird der Nutzer über den Einsatz von Google Webfonts informiert.“

Google Chome warnt vor nicht-SSL Seiten

Mit dem nächsten größeren Update wird Google in seinem Browser Chrome aktiv vor Webseiten warnen, die nicht komplett SSL-verschlüsselt sind. Die Maßnahme war schon länger bekannt und wird nun bald umgesetzt. Außerdem, und das ist schon lange umgesetzt, stehen unverschlüsselte Seiten im Ranking der Google-Suche schlechter da.

Viele deutsche Immobilienmakler betroffen

Betroffen von Googles Maßnahme werden unter anderem viele Immobilienmakler sein, die Ihre Webseite für viel Geld bei der Kölner Firma FlowFact beauftragt haben. FlowFact bietet meines Wissens derzeit keine Vollverschlüsselung der Makler-Seite an. Die Makler haben aber auch keine Möglichkeit andere Dienstleister einzusetzen, weil FlowFact alles abgeschottet hat.

Wenigstens ein Damokles-Schwert bleibt den meisten  Webworkern erspart

Solange ein Betrieb nicht mehr als 250 Mitarbeiter hat, keine sensiblen personenbezogene Daten verarbeitet oder die Datenverarbeitung nicht das Kerngeschäft ist, braucht dort kein Verfahrensverzeichnis geführt zu werden. Immerhin etwas, denn davor hat es mich echt gegruselt. Nichts desto trotz, ich nehme den Datenschutz ernst und werde meine Prozesse dementsprechend noch mal prüfen.

Konsequenz für mich

Kunden von Thomas Blüm – Web & Consulting müssen einen A(D)V-Vertrag mit mir abschließen. Das gilt auch für Bestandskunden mit Wartungsvertrag und Kunden, deren Facebook-Seiten ich betreue.

Meine AGB werde ich  kurzfristig dahingehend ändern, dass der Auftraggeber für Webseiten alle erforderlichen Angaben für das Impressum und die Texte für die Datenschutzerklärung liefern muss.

Google Webfonts bleiben vorerst leider ein ungelöstes Thema für mich. Mehrere Teilnehmer des Vortrages haben jedoch angeregt dies zu einem Thema für ein künftiges Meetup zu machen.

Weiterer schwerer Schlag für Facebook

Der Datenschutz-Skandal um Facebook und Cambride Analytica hat weiter schwerwiegende Folgen für Facebook. Unter dem Hashtag „#deletefacebook“ ruft der WhatsApp-Mitgründer Brian Acton zum Boykott auf. Neben Sonos, SpaceX, Tesla und Playboy, die Ihre Seiten aus Protest geschwärzt oder ganz gelöscht haben, hat nun auch Mozilla – die Entwickler des Browsers „Firefox“ – sein Werbebudget bei Facebook vorübergehend eingefroren und Zuckerbergs Unternehmen einen schweren Schlag versetzt.

Folgen auch bei Thomas Blüm – Web & Consulting

Auch TB Web & Consulting​ und einige meiner Kunden haben wegen des Skandals die Werbekonten bei Facebook, zumindest vorübergehend, deaktiviert oder gelöscht. Über mögliche weitere Maßnahmen und Alternativen wird in intensiven Gesprächen beraten.

Worum geht es bei dem Skandal?

Cambridge Analytica hatte unerlaubt die Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern abgegriffen. Diese wurden Daten wurden nicht nur zur Beeinflussung der US-Wahlen sondern, so ein ehemaliger Mitarbeiter, auch zur Unterstützung des Brexit-Referendums genutzt.

Quelle: n-tv