Keine legalen Webfonts mehr ab 2018?

Am 25. Mai 2018 tritt die EU Datenschutz Grundverordnung in Kraft. Eine der Auswirkungen für Webworker und Designer: Es dürfen keine Schriftarten (Fonts, Webfonts) aus dem nicht-EU Ausland auf Webseiten nachgeladen werden.

Die Google Fonts-Webseite. Hier kann man kostenlos Schriftarten (Fonts, Webfonts) laden oder in Webseiten einbinden.
Die Google Fonts-Webseite. Hier kann man kostenlos Schriftarten laden oder in Webseiten einbinden.

Die meisten Content Management Systeme (CMS) wie WordPress laden kostenlose Schriften von Google-Servern in den USA. Genauer genommen sind es die sogenannten Themes. Dabei entsteht die gleiche Problematik wie bei den Like-Buttons von Facebook. Nämlich das Google (oder jeder andere Anbieter) durch das Laden Informationen über Webseitenbesucher erhalten. Da Datenschutz inzwischen auch wettbewerbsrelevant ist – d.H. nicht nur Datenschutzbeauftragte drohen mit Strafen, sondern auch Wettbewerber können abmahnen – droht die nächste, große Abmahnwelle.

Vorsicht Falle

Es gibt zwar PlugIns oder Module, die eine Darstellung solcher Schriften unterdrücken. Diese verhindern aber nicht unbedingt, daß diese Schriften trotzdem im Hintergrund auf den Rechner des Nutzers geladen werden! Darum ist eine genaue Prüfung der Funktion dieser PlugIns erforderlich.