AMP nicht DSGVO konform

Screenshot von Google. AMP - That's an error"
Screenshot von Google – „That’s an error“

AMP steht für Accelerated Mobile Pages und ist eine Entwicklung unter Federführung von Google. Gegenüber Webseiten im Responsive Design oder speziell optimierten mobilen Webseiten sollen diese Seiten selbst bei niedriger Bandbreite deutlich schneller auf Mobilgeräten geladen werden.[1] Für WordPress gibt es mehrere Plugins, die diesen, nennen wir es mal „Dienst“, zur Verfügung stellen.

Eigentlich ein toller Ansatz, aber AMP hat Haken…

Zum Einen werden nicht alle Webseiten durch den Dienst schneller bereitgestellt. Ein guter Web Entwickler schafft die gleiche oder sogar bessere Performance mit HTML, CSS und Techniken wie Kompression, Caching und Lazy-Loading. Auch werden bestimmte Elemente, wie Java-Script ausgefiltert, so dass diese Seiten nicht korrekt dargestellt werden. Wer auf Scripte von Drittanbietern, zum Beispiel für die Einbindung von Inhalt, angewiesen ist muss sich hier etwas einfallen lassen.

…vermutlich teure Haken

Der größere Haken kann teuer werden: Die Seiten werden durch AMP nicht mehr vom Webserver des Seitenbetreibers abgerufen, sondern aus dem Cache der Google AMP-Server. Damit stehen Webseitenbetreiber vor dem gleichen Problem wie vor einiger Zeit mit den Google Fonts. Nur dürfen Sie das Skript eben nicht lokal speichern. AMP schreibt nämlich vor, das notwendige Skript direkt von den Google-Servern in die Seite einzubetten.

Damit dürfte AMP nicht mit der EU DSGVO konform sein. Zumal es hier für den Verbraucher keine Möglichkeit zur Zustimmung (oder Verweigerung) gibt. Ich habe bisher auch noch keine Datenschutzerklärung gesehen, die auf eine Nutzung von AMP hinweist. Wer auf Nummer sicher gehen will sollte das entsprechende Plugin deinstallieren, auch wenn es vielleicht ein paar Plätze bei Google runter geht. Ich hab es gerade auf meinen Seiten getan.

[1] Accelerated Mobile Pages
Quelle: Wikipedia, Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Accelerated_Mobile_Pages